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AUTREFOIS Lu dans la «Allgemeine Schweizerische Militärzeitung» Juni/Juli 1950

Lu dans la «Allgemeine Schweizerische Militärzeitung», Nr. 6/7 de juin/juillet 1950, page 385 ss.

… où l’on devine les prémisses d’une réforme qui ne viendra que beaucoup plus tard !

Zur Heeresorganisation
Eine Studie der Schweizerischen Offiziersgesellschaft

Um das Problem der Verstärkung unserer Wehrbereitschaft zu prüfen, ernannte der Zentralvorstand der Schweizerischen Offiziersgesellschaft eine Studienkommission, die sich aus Offizieren aller Landesgegenden und aller Waffengattungen zusammensetzte. Das Resultat der eingehenden Beratungen wurde im nachstehend veröffentlichten Bericht niedergelegt.


[…]
Wir bedürfen einer Feldarmee, die sich innerhalb der Grenzen unseres Landes trotz gegnerischer Luft- und Erdeinwirkung bewegen kann, um ihre Kräfte, namentlich starke Feuermittel, dort zusammenfassen und zur Wirkung zu bringen, wo der Angreifer die Entscheidung sucht und wir sie ihm streitig machen müssen, sei es an der Grenze, im Jura, im Mittelland oder in den Alpen.
Das bedingt:
- Eine leistungsfähige Luftwaffe und eine starke Fliegerabwehr, die während entscheidenden Bewegungen und Kampfphasen die gegnerische Einwirkung aus der Luft ausschalten oder auf ein erträgliches Mass herabmindern.
- Besser bewaffnete, von Panzern unterstützte Infanterie und leichte Truppen, befähigt, auch gegenüber gepanzertem Gegner zu bestehen und namentlich Gegenstösse und Gegenangriffe durchzuführen.
- Eine Artillerie, welche durch Feuerkonzentrationen die Masse der Infanterie in Verteidigung und Angriff unterstützt.
- Eine starke, mit modernen technischen Mitteln ausgerüstete Bautruppe, welche die Verbindungswege trotz schwerster Lufteinwirkung aufrechterhält, namentlich über unsere zahlreichen Flüsse, und die den Kampftruppen hilft, rasch die notwendige Deckung vor gegnerischer Luft- und Artilleriewirkung zu schaffen.
- Eine Nachrichten- und Übermittlungstruppe, deren moderne technische Mittel die Führung und Feuerleitung auch unter erschwerten Umständen gewährleisten.
Alle unsere Anstrengungen müssen darauf gerichtet sein, dringlich diese, unseren Bedürfnissen entsprechende Feldarmee zu schaffen.
[…]

Wir bedürfen einer Feldarmee, die sich innerhalb der Grenzen unseres Landes trotz gegnerischer Luft- und Erdeinwirkung bewegen kann, um ihre Kräfte, namentlich starke Feuermittel, dort zusammenfassen und zur Wirkung zu bringen, wo der Angreifer die Entscheidung sucht und wir sie ihm streitig machen müssen, sei es an der Grenze, im Jura, im Mittelland oder in den Alpen.

[...]
Die Schweizerische Offiziersgesellschaft ist der Auffassung, dass im Zeitpunkt der Einführung einer neuen Heeresorganisation unsere Armee sich an einem für ihren Kampfwert und ihre künftige Entwicklung entscheidenden Wendepunkt befindet. Aus diesem Grunde hat sie es für richtig gehalten, die wesentlichen Fragen zu prüfen, ohne sich eng an einen Entwurf gebunden zu fühlen.
Wir haben uns bemüht, aufbauende Arbeit zu leisten und den Gedanken Ausdruck zu geben, die seit vielen Jahren einen grossen Teil unserer Offiziere beschäftigen. Als Ziel schwebt uns vor, unter Ausschluss jeglicher Nebenabsichten dem Land und der Armee zu dienen.