Login

Datum und Standort : Sa 6.11.2021, Museum Altes Zeughaus, Solothurn

Militärhistorische Forschung basiert immer noch weitgehend auf schriftlichen Quellen. Es existieren aber auch zahlreiche weitere Quellentypen wie etwa Objekte, Bild- oder Tonquellen. Die Tagung nimmt die Vielfalt der Quellen der Militärgeschichte in den Fokus und zeigt auf, wo Chancen - auch in Bezug auf die Interdisziplinarität - für die militärhistorische Forschung liegen können.

... wo die «Auftragstaktik» offensichtlich noch nicht praktiziert wurde!

... wo Anerkennung, Lehre und Weisungen mit einer Dosis Patriotismus und einem Hauch von Paternalismus gemischt werden!

Rudolf Jaun, emeritierter Professor für Geschichte der Neuzeit und Militärgeschichte an der Philosophischen Fakultät der Universität Zürich sowie Leiter des Department of Military History an der Militärakademie an der ETH Zürich bis 2012 schliesst mit der "Geschichte der Schweizer Armee vom 17. Jahrhundert bis in die Gegenwart" eine Lücke. Das brillant geschriebene und sorgfältig bebilderte Buch ist die erste umfassende Darstellung der Armee des Kleinstaates im Herzen Europas, der sich – umgeben von Grossmächten – mit seiner Armee mit begrenzten personellen und finanziellen Mitteln über die Jahrhunderte gegen aktuelle und auch imaginäre Bedrohungen zu wehren hatte.

SVMM-Publikationen vor 2010 und unserer ARES-Serie sind vergriffen. Sie sind in einigen Bibliotheken ausleihbar, unter anderem an der Bibliothek Am Guisanplatz (BiG) in Bern (www.big.admin.ch). Wir planen, sie zu digitalisieren und online zur Verfügung zu stellen, aber wir haben noch keinen genauen Zeitplan. Die Liste dieser Veröffentlichungen ist unten aufgeführt. Jeder Artikel enthält die Beschreibung, die Zusammenfassung und die Referenzen der Arbeit.

Die Schweiz hat mehr als 800 Museen. Etwa zehn sind spezifisch der Militärgeschichte gewidmet und etwa vierzig enthalten Räume, in denen Waffen ausgestellt sind oder andere Bereiche, die für militärische Zwecke reserviert sind. Diese Darstellungen konzentrieren sich sehr häufig auf die Zeit vor dem Ende des Ancien Régime oder jedenfalls vor der Mitte des 19. Jahrhunderts. In der Schweiz gibt es mangels einer entsprechenden politischen Entscheidung und finanziellen Engagements des Bundes kein nationales Militärmuseum, ähnlich dem Musée de l'Armée in Paris oder Brüssel. Kulturkreise und auch die Verlagswelt tun sich schwer damit, Militärgeschichte und damit auch Militärmuseen als Teil der Kultur zu betrachten.

Geschichte ist die Beziehung, die Analyse, die Relativierung von vergangenen Ereignissen. Sie ermöglicht es auch - oder sollte es zumindest ermöglichen -, den Kontext zu verstehen, in dem sich die gegenwärtige Welt entwickelt. Dieser Kontext ist das Ergebnis einer Kaskade von Fakten und Ereignissen mit ihren Konsequenzen. Die vergangenen Fakten, die uns interessieren sollten, sind sowohl die von gestern als auch die von vorgestern oder von vor langer Zeit. Aber diese Kaskaden folgen (wie Wasserfälle in der Natur) einem Verlauf, der manchmal von Stößen, wenn nicht gar vom unaufhaltsamen Fluss der Zeit (bzw. der Wirkung der Schwerkraft) geprägt ist; es ist das Studium dieser Verlaufsänderungen, das interessant ist.

Nebst unseren Grundtätigkeiten im Bereich der eigenen oder von uns unterstützten militärhistorischen Forschungsarbeiten und Publikationen schlagen wir Ihnen folgende Aktivitäten vor.

Outre nos engagements de base dans les domaines de la recherche et des publications d’histoire militaire, en propre ou en appui, nous vous proposons les activités suivantes.

[Source] Cet ouvrage qui vient de paraître est le fruit d’un colloque organisé en 2018 sur le renseignement dans les pays neutres sous l’égide de l’Association Suisse d’Histoire et de Sciences Militaires. Il aborde une question d’actualité particulièrement sensible, celle des pratiques de l’espionnage dans les pays neutres, et plus particulièrement en Suisse.